Auf den ersten Blick ähnlich, im Detail verschieden
Trapezblech und Wellblech sind beides Profilbleche aus beschichtetem Stahl — aber die Profilform macht den entscheidenden Unterschied. Trapezbleche haben kantige, trapezförmige Sicken, Wellbleche geschwungene, sinusförmige Wellen. Diese Formgebung beeinflusst Tragfähigkeit, Spannweite und Einsatzzweck grundlegend.
Tragfähigkeit
Hier punktet das Trapezblech klar: Durch die kantige Form und die definierten Hochsicken ist es deutlich tragfähiger als ein vergleichbar dickes Wellblech. Ein T-35 Trapezblech (35 mm Profilhöhe) kann Pfettenabstände bis 2,50 m überbrücken — ein Wellblech gleicher Dicke nur ca. 1,20 m.
Dachneigung
- Trapezblech: Mindestens 3° (mit Dichtband), empfohlen 7°
- Wellblech: Mindestens 5° (mit Dichtband), empfohlen 9°
Für flache Dächer ist Trapezblech die bessere Wahl.
Optik
Wellblech hat eine weichere, ländlichere Optik und passt besonders gut zu Gartenhäusern, Scheunen und landwirtschaftlichen Gebäuden. Trapezblech wirkt moderner und industrieller — ideal für Hallen, Carports und zeitgenössische Architektur. Geschmackssache, die nicht die Funktion beeinflussen sollte.
Preisvergleich
- Wellblech 0,5 mm: ab ca. 7-9 €/m²
- Trapezblech T-18 0,5 mm: ab ca. 8-11 €/m²
- Trapezblech T-35 0,5 mm: ab ca. 10-14 €/m²
Der Preisunterschied ist gering — für die meisten Projekte ist Trapezblech das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.
Unsere Empfehlung
Trapezblech wählen bei: Hallendächern, Carports, größeren Spannweiten, flachen Dächern, modernem Design.
Wellblech wählen bei: Gartenhäusern, Zäunen, Fassadenverkleidungen, rustikaler Optik, kleinen Flächen.
