Warum die Schraubenwahl so wichtig ist
Die beste Dacheindeckung nützt nichts, wenn die Befestigung versagt. Falsche Schrauben sind die häufigste Ursache für undichte Blechdächer. Die Schraube muss nicht nur halten, sondern auch dauerhaft abdichten — bei Wind, Regen und Temperaturschwankungen.
Selbstbohrende vs. vorbohrende Schrauben
Selbstbohrende Schrauben haben eine Bohrspitze, die sich durch das Blech und die Unterkonstruktion bohrt. Vorteil: Kein Vorbohren nötig, schnellere Montage. Sie sind der Standard für die meisten Anwendungen.
Vorbohrende Schrauben erfordern ein vorgebohrtes Loch. Sie werden eingesetzt, wenn die Unterkonstruktion aus dickerem Stahl besteht (ab 5 mm) oder wenn besonders exakte Positionierung nötig ist.
Material: Edelstahl A2 vs. verzinkt
- Edelstahl A2 (V2A): Korrosionsbeständig, langlebig, ideal für Dachbefestigungen. Empfohlen für alle Außenanwendungen.
- Bi-Metall: Edelstahlschaft mit gehärteter Kohlenstoffstahl-Bohrspitze. Kombiniert Korrosionsschutz mit Bohrkraft — unsere Empfehlung.
- Verzinkt: Günstiger, aber begrenzte Lebensdauer. Nur für untergeordnete Bauteile oder Innenbereiche empfehlenswert.
EPDM-Dichtung: Das Herzstück der Abdichtung
Jede Dachschraube braucht eine EPDM-Dichtscheibe (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk). Dieses Material bleibt auch nach Jahren elastisch und dichtet die Bohrstelle zuverlässig ab. Achten Sie auf UV-beständige EPDM-Scheiben — minderwertige Dichtungen werden spröde und undicht.
Kalotten: Wann und warum?
Kalotten sind gebogene Unterlegscheiben, die sich der Wellenform des Trapezprofils anpassen. Sie verteilen die Anpresskraft der Schraube gleichmäßig und verhindern, dass das Blech eingedrückt wird. Bei Dachmontagen auf den Hochsicken (Wellenberg) sind Kalotten Pflicht.
Verschraubungsmuster
Die gängige Regel: Jedes Wellental auf der Pfette befestigen. An der Traufe und am First jedes Tal, in der Fläche jedes zweite Tal. Längsüberlappungen alle 50 cm verschrauben. Insgesamt rechnen Sie mit ca. 6-8 Schrauben pro Quadratmeter Dachfläche.
