Ein neues Blechdach ist eine Investition für Jahrzehnte. Doch die Qualität des Materials, sei es noch so hochwertig „Made in Germany", reicht allein nicht aus. Die fachgerechte Montage entscheidet maßgeblich über die Langlebigkeit und Sturmsicherheit Ihres Daches. Erfahren Sie hier von unseren Experten, welche Fallstricke bei der Verlegung lauern.
Fehler 1: Mangelhafte oder falsche Lattung
Das Fundament jedes guten Blechdaches ist die Unterkonstruktion. Viele Bauherren unterschätzen die Wichtigkeit der korrekten Traglattung. Ist der Abstand der Latten zu groß, kann das Blech bei Schneelast durchhängen oder bei Wind zu vibrieren beginnen — das berüchtigte „Klappern".
Die Faustregel: Der Lattabstand richtet sich immer nach der Profilhöhe des Blechs und der zu erwartenden Schnee- und Windlastzone. Bei unserem Bestseller, dem Trapezblech T-35, empfehlen wir je nach Dachneigung einen Abstand von 40 bis 60 Zentimetern.
- Verwenden Sie immer imprägnierte Holzlatten (Mindestquerschnitt 40×60 mm).
- Richten Sie die Lattung penibel mit der Wasserwaage aus — Unebenheiten im Unterbau drücken sich später im Blech optisch durch.
- Bedenken Sie die Konterlattung für eine ausreichende Hinterlüftung.
Fehler 2: Der „Flex-Tod" — Trennschleifer verwenden
Dieser Fehler passiert auf fast 30 % aller privaten Baustellen und ist ein Garant für den Verlust der 25-jährigen Garantie. Ein Trapezblech darf unter keinen Umständen mit einem Winkelschleifer (Flex) geschnitten werden.
Das Schneiden mit der Trennscheibe verbrennt die Zinkschicht an der Schnittkante und verteilt glühende Metallpartikel auf der gesamten Dachfläche. Die Folge: sofortiger Flugrost und Garantieverlust.
Nutzen Sie ausschließlich Knabber, Blechscheren oder spezielle Metallkreissägen (Kaltschnitt). Diese Werkzeuge erzeugen keine Hitze und hinterlassen saubere, beschichtungsschonende Schnittkanten.
Ein Millimeter Spalt am Anfang wird zu einem Zentimeter am Ende des Daches. Präzision bei der Ausrichtung der allerersten Platte ist das absolute A und O der Dachmontage.
Fehler 3: Falsche Verschraubungstechnik
Die Schraube hält Ihr Dach auf dem Haus. Falsche Schrauben oder falsch gesetzte Schrauben führen unweigerlich zu Undichtigkeiten. Verwenden Sie ausschließlich unsere geprüften Edelstahl-Bohrschrauben mit EPDM-Dichtscheibe.
- Zu fest angezogen: Die Dichtscheibe wird gequetscht, reißt auf und Wasser dringt ein.
- Zu locker: Die Dichtscheibe schließt nicht bündig ab, Wasser kriecht unter den Schraubenkopf.
- Schräg geschraubt: Keine Dichtigkeit gegeben. Die Schraube muss exakt im 90-Grad-Winkel gesetzt werden.
Trapezbleche für das Dach werden prinzipiell in der Tiefsicke (im Wellental) verschraubt, damit die Schraube fest im Holz greift. Nur bei Wandverkleidungen verschraubt man auf dem Wellenberg.
Fehler 4: Fehlende Überlappungsdichtung bei flacher Neigung
Bei Dachneigungen unter 10 Grad reicht die bloße Überlappung der Bleche oft nicht aus. Kapillarwirkung oder treibender Wind können Wasser zwischen den Blechen nach oben drücken. Hier wird oft an der falschen Stelle gespart.
Abhilfe schafft ein passendes Dichtungsband (Kompriband), welches in die Längs- und Querüberlappungen eingelegt wird, bevor die Bleche vernietet oder verschraubt werden.
| Dachneigung | Querüberlappung | Dichtband nötig? |
|---|---|---|
| Über 10° | 15 cm | Nein |
| 7° – 10° | 20 cm | Empfohlen |
| 3° – 7° | 25 cm | Pflicht |
Fehler 5: Keine Antikondensbeschichtung gewählt
Metall ist ein guter Wärmeleiter. Bei Temperaturunterschieden zwischen unterhalb und oberhalb des Blechs bildet sich Kondenswasser. Tropft dieses herab, kann es die Unterkonstruktion oder gelagerte Güter beschädigen — ein typisches Problem bei Carports oder kalten Hallen.
Die Lösung ist simpel: Bestellen Sie Ihr Trapezblech direkt ab Werk mit unserem Antitropf-Vlies (Antikondensbeschichtung). Dieses Vlies speichert bis zu 1 Liter Wasser pro Quadratmeter und gibt es bei Lüftung wieder ab. Ein nachträgliches Aufbringen ist kaum möglich — also gleich mitbestellen.
