Was sind Sandwichpaneele?
Sandwichpaneele (auch: Sandwichplatten oder Isolierpaneele) bestehen aus drei Schichten: einer Stahl-Deckschale außen, einem Dämmkern in der Mitte und einer Stahl-Unterschale innen. Der Dämmkern besteht meist aus PUR/PIR-Schaum (Polyurethan/Polyisocyanurat) oder Mineralwolle. Durch den mehrschichtigen Aufbau vereinen sie Tragfähigkeit, Wärmedämmung und Witterungsschutz in einem einzigen Bauteil.
Dämmkern-Materialien im Vergleich
- PUR/PIR-Schaum: Beste Dämmleistung (Lambda 0,022-0,024 W/mK), leicht, feuchteunempfindlich. Der Standard für die meisten Anwendungen.
- Mineralwolle: Nicht brennbar (Brandschutzklasse A), guter Schallschutz, etwas schwerere und dickere Paneele bei gleicher Dämmleistung.
- EPS (Styropor): Günstigste Variante, aber schlechtere Dämmwerte und Brandverhalten. Nur für untergeordnete Bauten.
Typische Dämmstärken und U-Werte
Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme durch das Bauteil verloren geht — je niedriger, desto besser:
- 40 mm: U-Wert ca. 0,50 W/m²K — für Garagen und Lagerhallen
- 60 mm: U-Wert ca. 0,35 W/m²K — für Werkstätten
- 80 mm: U-Wert ca. 0,27 W/m²K — für beheizte Hallen
- 100 mm: U-Wert ca. 0,22 W/m²K — für Wohngebäude
- 120 mm: U-Wert ca. 0,18 W/m²K — für Passivhaus-Standard
Preise: Was kosten Sandwichpaneele?
Die Preise variieren je nach Dämmstärke, Beschichtung und Profilierung:
- 40 mm PUR: ab ca. 25 €/m²
- 60 mm PUR: ab ca. 30 €/m²
- 80 mm PUR: ab ca. 38 €/m²
- 100 mm PUR: ab ca. 45 €/m²
Tipp: Rechnen Sie die Einsparungen bei Montagezeit und Heizkosten gegen — Sandwichpaneele amortisieren sich oft schneller als gedacht.
Häufige Fehler beim Kauf
- Zu dünne Dämmung: Wer an der Dämmstärke spart, zahlt bei den Heizkosten drauf.
- Falsche Profilierung: Dachpaneele haben ein Trapezprofil für den Wasserablauf, Wandpaneele ein Mikroprofil — nicht verwechseln!
- Brandschutz ignoriert: In vielen Bundesländern sind für Gewerbebauten nicht brennbare Paneele (Mineralwolle) Pflicht.
