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Lichtplatten für Trapezblech: Tageslicht unter dem Blechdach
Materialwissen

Lichtplatten für Trapezblech: Tageslicht unter dem Blechdach

Mit Lichtplatten bringen Sie natürliches Tageslicht in Hallen, Carports und Werkstätten — ohne ein Dachfenster einbauen zu müssen. Wir erklären Material, Montage und die häufigsten Fehler.

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Patrick Roß
1. Dezember 20257 Min. Lesezeit

Dunkle Hallen und Carports gehören der Vergangenheit an. Lichtplatten werden einfach anstelle eines oder mehrerer Dachbleche eingesetzt und lassen Tageslicht durch — ohne aufwendige Dachfenster-Konstruktion.

Was sind Lichtplatten?

Lichtplatten sind lichtdurchlässige Kunststoffplatten, die exakt das Profil Ihres Trapez- oder Wellblechs nachbilden. Sie werden anstelle eines Stahlblechs in die Dachfläche eingesetzt und mit denselben Schrauben befestigt. Das Ergebnis: ein nahtloser Übergang zwischen Blech und Lichtplatte, ohne zusätzlichen Rahmen oder Aufbau.

Materialien im Vergleich

MaterialLichtdurchlässigkeitHagelresistenzLebensdauerPreis
PVCca. 80 %Mittel10–15 Jahreab 8 €/m²
Polycarbonat (PC)ca. 85 %Sehr hoch15–25 Jahreab 15 €/m²
GFK (Glasfaser)ca. 75 %Hoch20–30 Jahreab 12 €/m²
💡 Unsere Empfehlung

Polycarbonat-Lichtplatten bieten das beste Gesamtpaket: höchste Lichtdurchlässigkeit, praktisch unzerbrechlich (250× schlagfester als Glas) und UV-beständig. Für Carports und unbeheizte Hallen die optimale Wahl.

Montage: Worauf Sie achten müssen

  • Profil muss übereinstimmen: Die Lichtplatte muss exakt dasselbe Profil haben wie Ihr Trapezblech (z. B. T-18, T-35, T-50). Bestellen Sie beides zusammen, damit die Profile zueinander passen.
  • Überlappung beachten: Lichtplatten werden wie Stahlbleche überlappt — mindestens eine volle Welle seitlich und 15 cm in der Länge.
  • Schrauben mit Kalotten: Verwenden Sie spezielle Schrauben mit breiten Dichtscheiben, um das weichere Kunststoffmaterial nicht zu beschädigen.
  • Ausdehnungsfugen: Kunststoff dehnt sich bei Wärme stärker aus als Stahl. Bohren Sie die Schraubenlöcher 2–3 mm größer als den Schraubendurchmesser.
⚠ Niemals begehbar!

Lichtplatten sind nicht tragfähig. Sie dürfen unter keinen Umständen betreten werden — weder bei der Montage noch später. Kennzeichnen Sie Lichtplatten im Dach dauerhaft, damit Wartungspersonal sie erkennt.

Wie viel Lichtfläche brauche ich?

Als Faustregel gilt: 10–15 % der Dachfläche als Lichtplatten reichen für eine gute Grundbeleuchtung. Bei einer 200 m² Halle also 20–30 m² Lichtplatten. Platzieren Sie diese gleichmäßig verteilt, nicht an einer Stelle konzentriert.

In einer gut belichteten Halle sinkt der Stromverbrauch für Kunstlicht um bis zu 60 %. Bei Strompreisen von über 30 Cent/kWh haben sich Lichtplatten oft in zwei bis drei Jahren amortisiert.

— Patrick Roß, Blechdachhandel Berlin

UV-Schutz und Vergilbung

Hochwertige Lichtplatten haben eine UV-Schutzschicht auf der Oberseite (Wetterseite). Ohne diesen Schutz vergilben die Platten nach wenigen Jahren und werden spröde. Achten Sie beim Kauf auf den Hinweis „UV-stabilisiert" oder „UV-coextrudiert" und montieren Sie die Platten mit der UV-Seite nach oben.

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