Was ist Schneelast und warum ist sie wichtig?
Schneelast bezeichnet das Gewicht, das sich durch Schnee auf einem Dach ansammeln kann. In Deutschland ist die Schneelast nach DIN EN 1991-1-3 in fünf Schneelastzonen eingeteilt. Je nach Region und Höhenlage kann die Schneelast zwischen 0,65 kN/m² und über 4,0 kN/m² betragen. Ein Quadratmeter nasser Schnee kann schnell 200 kg wiegen — das muss Ihr Dach tragen können.
Schneelastzonen in Deutschland
Deutschland ist in fünf Schneelastzonen eingeteilt:
- Zone 1: Norddeutsches Tiefland — geringste Schneelast (0,65 kN/m²)
- Zone 2: Mitteldeutschland — moderate Schneelast (0,85 kN/m²)
- Zone 2a: Übergangszone — erhöhte Last (1,10 kN/m²)
- Zone 3: Mittelgebirge und Voralpenland — hohe Schneelast (1,10–2,00 kN/m²)
- Zone 4/5: Alpenregion — sehr hohe Schneelast (bis über 4,00 kN/m²)
Berlin und Brandenburg liegen in Schneelastzone 2 — hier müssen Dächer mindestens 0,85 kN/m² tragen können.
Profilwahl nach Schneelast
Je höher die Schneelast, desto tragfähiger muss das Profil sein. Grundregel: Ein höheres Trapezprofil hat eine größere Tragfähigkeit. Unser T-35 Trapezblech eignet sich für die meisten Regionen, während in Schneelastzone 3 und höher ein T-50 oder Sandwichpaneel empfehlenswert ist.
Pfettenabstände anpassen
Neben der Profilwahl ist der Pfettenabstand entscheidend. Bei hoher Schneelast müssen die Pfetten enger gesetzt werden. Für unser T-18 Profil empfehlen wir:
- Zone 1: max. 1,80 m Pfettenabstand
- Zone 2: max. 1,50 m Pfettenabstand
- Zone 3: max. 1,20 m Pfettenabstand
Tipp: Schneefanggitter nicht vergessen
Bei geneigten Blechdächern rutscht Schnee schneller ab als bei Ziegeldächern. Schneefanggitter oder Schneestopper sind daher Pflicht — besonders über Eingängen, Gehwegen und Nachbargrundstücken.
