Dunkle Hallen und Carports gehören der Vergangenheit an. Lichtplatten werden einfach anstelle eines oder mehrerer Dachbleche eingesetzt und lassen Tageslicht durch — ohne aufwendige Dachfenster-Konstruktion.
Was sind Lichtplatten?
Lichtplatten sind lichtdurchlässige Kunststoffplatten, die exakt das Profil Ihres Trapez- oder Wellblechs nachbilden. Sie werden anstelle eines Stahlblechs in die Dachfläche eingesetzt und mit denselben Schrauben befestigt. Das Ergebnis: ein nahtloser Übergang zwischen Blech und Lichtplatte, ohne zusätzlichen Rahmen oder Aufbau.
Materialien im Vergleich
| Material | Lichtdurchlässigkeit | Hagelresistenz | Lebensdauer | Preis |
|---|---|---|---|---|
| PVC | ca. 80 % | Mittel | 10–15 Jahre | ab 8 €/m² |
| Polycarbonat (PC) | ca. 85 % | Sehr hoch | 15–25 Jahre | ab 15 €/m² |
| GFK (Glasfaser) | ca. 75 % | Hoch | 20–30 Jahre | ab 12 €/m² |
Polycarbonat-Lichtplatten bieten das beste Gesamtpaket: höchste Lichtdurchlässigkeit, praktisch unzerbrechlich (250× schlagfester als Glas) und UV-beständig. Für Carports und unbeheizte Hallen die optimale Wahl.
Montage: Worauf Sie achten müssen
- Profil muss übereinstimmen: Die Lichtplatte muss exakt dasselbe Profil haben wie Ihr Trapezblech (z. B. T-18, T-35, T-50). Bestellen Sie beides zusammen, damit die Profile zueinander passen.
- Überlappung beachten: Lichtplatten werden wie Stahlbleche überlappt — mindestens eine volle Welle seitlich und 15 cm in der Länge.
- Schrauben mit Kalotten: Verwenden Sie spezielle Schrauben mit breiten Dichtscheiben, um das weichere Kunststoffmaterial nicht zu beschädigen.
- Ausdehnungsfugen: Kunststoff dehnt sich bei Wärme stärker aus als Stahl. Bohren Sie die Schraubenlöcher 2–3 mm größer als den Schraubendurchmesser.
Lichtplatten sind nicht tragfähig. Sie dürfen unter keinen Umständen betreten werden — weder bei der Montage noch später. Kennzeichnen Sie Lichtplatten im Dach dauerhaft, damit Wartungspersonal sie erkennt.
Wie viel Lichtfläche brauche ich?
Als Faustregel gilt: 10–15 % der Dachfläche als Lichtplatten reichen für eine gute Grundbeleuchtung. Bei einer 200 m² Halle also 20–30 m² Lichtplatten. Platzieren Sie diese gleichmäßig verteilt, nicht an einer Stelle konzentriert.
In einer gut belichteten Halle sinkt der Stromverbrauch für Kunstlicht um bis zu 60 %. Bei Strompreisen von über 30 Cent/kWh haben sich Lichtplatten oft in zwei bis drei Jahren amortisiert.
UV-Schutz und Vergilbung
Hochwertige Lichtplatten haben eine UV-Schutzschicht auf der Oberseite (Wetterseite). Ohne diesen Schutz vergilben die Platten nach wenigen Jahren und werden spröde. Achten Sie beim Kauf auf den Hinweis „UV-stabilisiert" oder „UV-coextrudiert" und montieren Sie die Platten mit der UV-Seite nach oben.
